Bergbau
Der Bergbau im sächsischen Erzgebirge, damals noch Miriquidi genannt, begann zeitgleich mit seiner Besiedlung ca. in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Ob zuvor bereits während
der Bronzezeit im 2. Jahrtausend v.u.Z. Bergleute in der hiesigen Gegend nach Zinn- oder Eisenerzen suchten, kann z.Zt. noch nicht sicher belegt werden. Die Geschichte des sächsischen Bergbaues
verlief keinesfalls kontinuierlich. Etappen reicher Funde (z.B. Ende des 12. Jahrhunderts in Freiberg, damals "Christiansdorf" oder Ende des 15. Jahrhunderts in Schneeberg ) folgten auch
Jahrzehnte der Stagnation. So war die Silbererzförderung um 1700 im Bergrevier Marienberg schon damals fast zum Erliegen gekommen. Aber immer wieder lockten neue "Bergkgeschreye"
Menschen aus nah und fern , hier meist aus dem Harz , in unsere Region. Viele versuchten so Ihr Glück zu machen und verdingten sich in den hiesigen Gruben. Das letzte große "Bergkgeschrey"
wurde durch den Uranerz - Bergbau der SDAG WISMUT nach 1946 ausgelöst. In dessen Folge wurden vor allem Regionen des westlichen Erzgebirges um Schneeberg und Aue stark bergbaulich bewirtschaftet
und dadurch auch in arge Mitleidenschaft gezogen. Im Bergrevier Marienberg war die SDAG WISMUT bis 1954 zu Hause , anschließend erfolgte noch eine vierjährige Bergbauperiode auf Fluß- und Schwerspat
in den Grubenfeldern um Lauta. Heute haben wir im Bergrevier nur noch einen produzierenden Bergbaubetrieb und zwar dem letzten im Erzgebirge überhaupt, welcher mit einer Schachtförderanlage
arbeitet , das Kalkwerk Lengefeld an der B 101 !!
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 Trockengewölbe im Königl.
Weisstaubner Stolln
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 Blick in den "Walther-Schacht"
WISMUT Schacht 71
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